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Wechselwirkungen

Wechselwirkungen: Siedetemperatur, Löslichkeit, Tenside — mit interaktiven Werkzeugen und Übungsaufgaben zu jedem Teilbereich.

Die zwischenmolekularen Kräfte

Innerhalb eines Moleküls halten Elektronenpaarbindungen die Atome zusammen. Zwischen den Molekülen wirken schwächere Kräfte — und genau die entscheiden darüber, ob ein Stoff bei Raumtemperatur ein Gas, eine Flüssigkeit oder ein Feststoff ist.

Drei Arten gibt es: London-Dispersionskräfte wirken zwischen allen Teilchen und werden mit der Molekülgröße stärker, Dipol-Dipol-Wechselwirkungen zwischen Dipolmolekülen, und am stärksten sind Wasserstoffbrücken — sie treten auf, wenn ein Wasserstoff-Atom an Fluor, Sauerstoff oder Stickstoff gebunden ist.

Vorschau 3D Molekülviewer – Ladungscodierte Elektronendichteoberfläche
3D Viewer

3D Molekülviewer – Ladungscodierte Elektronendichteoberfläche

Vorschau 2D-Karten – Elektronendichte und elektrostatisches Potential
3D Viewer

2D-Karten – Elektronendichte und elektrostatisches Potential

Mit den beiden 3D Viewern siehst du die Ladungsverteilung eines Moleküls farbig und erkennst, wo sich Teilchen anziehen.

13 Übungsaufgaben

Die drei Arten im Überblick

Wasserstoffbrücken

Im Vergleich zu den Bindungen

Siede- und Schmelztemperatur

Beim Sieden werden nicht die Bindungen im Molekül gelöst, sondern nur die Kräfte zwischen den Molekülen. Deshalb lässt sich die Siedetemperatur vorhersagen: Je stärker die zwischenmolekularen Kräfte, desto mehr Energie ist nötig — und desto höher liegt sie.

Besonders schön sieht man das an homologen Reihen: Von Methan bis Decan wächst die Kette, damit die Dispersionskräfte und damit die Siedetemperatur. Und vergleicht man Alkane mit Alkanolen gleicher Länge, zeigt sich der Sprung, den eine Wasserstoffbrücke ausmacht.

Vorschau Temperaturverlaufskurve von Reinstoffen
Simulation

Temperaturverlaufskurve von Reinstoffen

Mit der Simulation nimmst du eine Temperaturverlaufskurve auf und siehst, wo die Energie hingeht.

8 Übungsaufgaben

Warum manche Stoffe später sieden

Homologe Reihen

Löslichkeit

Gelöst wird, was zum Lösemittel passt: Polares löst Polares, Unpolares löst Unpolares. Der Grund ist derselbe wie beim Sieden — beim Lösen müssen die Kräfte zwischen den Teilchen des Stoffs aufgebrochen und durch neue zum Lösemittel ersetzt werden. Lohnt sich das energetisch, löst sich der Stoff.

Bei Salzen konkurrieren Gitterenergie und Hydratationsenergie miteinander; deshalb löst sich nicht jedes Salz.

Vorschau Lösen von Salz in Wasser
Simulation

Lösen von Salz in Wasser

Vorschau Lösevorgang auf Teilchenebene
Simulation

Lösevorgang auf Teilchenebene

Vorschau Hydrophile und hydrophobe Bereiche erkennen
Tool

Hydrophile und hydrophobe Bereiche erkennen

Mit den beiden Simulationen verfolgst du den Lösevorgang auf Teilchenebene, mit dem Tool erkennst du hydrophile und hydrophobe Bereiche in einem Molekül.

8 Übungsaufgaben

Hydrophil und hydrophob

Salze in Wasser

Tenside und Emulsionen

Manche Teilchen haben beides: einen hydrophilen Kopf und einen hydrophoben Schwanz. Solche amphiphilen Teilchen setzen sich an die Grenze zwischen Wasser und Fett und machen damit möglich, was sonst nicht geht — Fett in Wasser zu verteilen. Darauf beruhen Seifen, Waschmittel und jede Mayonnaise.

Vorschau Flüssige Stoffgemische
Simulation

Flüssige Stoffgemische

Mit der Simulation untersuchst du flüssige Stoffgemische und ihr Verhalten.

6 Übungsaufgaben

Amphiphile Teilchen

Waschwirkung und Emulsionen

Der Sonderfall Wasser

Nach der Molekülgröße müsste Wasser bei etwa −80 °C sieden. Es siedet bei 100 °C, weil jedes Molekül bis zu vier Wasserstoffbrücken bilden kann. Aus derselben Ursache folgen die Dichteanomalie, die hohe Oberflächenspannung und die große Wärmekapazität — Eigenschaften, ohne die es auf der Erde kein Leben gäbe.

Vorschau Moleküle und Ionen der anorganischen Chemie – Kugel-Stab, Stab- und Kalottenmodell
3D Viewer

Moleküle und Ionen der anorganischen Chemie – Kugel-Stab, Stab- und Kalottenmodell

Mit dem 3D Viewer siehst du dir den Bau des Wasser-Moleküls räumlich an.

3 Übungsaufgaben

Warum Wasser aus der Reihe fällt